Vom richtigen Weingenuss bei Krankheiten

Wein gilt als Lifestyleprodukt, auf das man als Genussmensch nur schwerlich verzichten mag. Allerdings müssen einige Menschengruppen den viel gepriesenen Vorzügen des Rebensaftes entsagen oder zumindest ihren Weinkonsum einschränken. So erlauben diverse Krankheiten keinen oder nur einen limitierten Weingenuss, aber auch auf das Alter der Personen oder auch auf „andere Zustände“ kommt es an:

Werdenden Müttern und Frauen, die ihrem Baby die Brust geben, wird entschieden vom Alkohol – und damit natürlich auch vom Wein – abgeraten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn das Gehirn sowie die Nerven der Allerkleinsten sind noch nicht soweit entwickelt, um mit dem alkoholischen Rebensaft umgehen zu können. Die Folgen des Trinkens während und nach der Schwangerschaft können vielmehr fatal enden. Schädigungen von Geist und Körper beim Kind gehen auf die Rechnung des mütterlichen Alkoholkonsums. Aber auch für größere Kinder sollte Wein auf alle Fälle tabu sein. Wenn Kinder im frühen Alter an den berauschenden Weinkonsum gewöhnt werden, besteht die Gefahr eines fehlerhaften Energiestoffwechsels und auch der Enzymhaushalt wird empfindlich beeinträchtigt. Außerdem ist die kindliche Leber auch noch nicht dazu in der Lage, den Alkohol abzubauen, was ebenfalls böse Folgen haben kann, die es zu vermeiden gilt.

Auch Personen, die mit der Gicht geschlagen sind, sollten auf einen geselligen Weinabend unbedingt verzichten. Der Alkohol im Wein verlangsamt die Ausscheidung von Harnsäure, die für diese schmerzhafte Krankheit verantwortlich ist.

Wein sollte bei Allergien vorsichtig genoßen werden

Immer häufiger leiden die Österreicher an lästigen Allergien. Leider kann auch hier Wein die Leiden verschlimmern. Neben all seinen gesundheitsfördernden Substanzen gehört auch das Histamin zu Inhaltsstoffen des Weins. Sensible Menschen können selbst auf die geringste Dosis an Histamin empfindlich reagieren, was sich in Kopfschmerzen, Reizhusten, Juckreiz oder weiteren Beschwerden mehr oder weniger geräuschvoll äußern kann. Vor allem Personen, die bereits schwer an ihrem Heuschnupfen oder Asthma zu tragen haben, sollten ihren bevorzugten edlen Tropfen nur schluckweise genießen und allfällige gesundheitliche Beeinträchtigungen im Auge behalten.

Gute Nachrichten gibt es hingegen für Typ 2-Diabetiker sowie für Menschen, die unter einem erhöhten Blutdruck zu leiden haben. Diese können getrost den Tag mit einem Gläschen Roten oder Weißen ausklingen lassen, auch wenn es bei dem einen Gläschen bleiben sollte! Studien haben gezeigt, dass ein moderater, aber regelmäßiger Weingenuss die Sterblichkeit bei Diabetes Typ 2 sogar reduzieren kann. Auch die Folgen eines regelmäßig verabreichten guten Tropfens auf die Alzheimerkrankheit wurden wissenschaftlich durchleuchtet. Eine französische Forschungsarbeit hat herausgefunden, dass ein geringeres Risiko besteht, wenn jeden Tag eine Menge zwischen einem Viertel und einem halben Liter Wein genossen wird. Die Untersuchungen stecken aber noch in den Kinderschuhen, weshalb zwar Wein getrunken, aber auf alle Fälle mit Vorsicht genossen werden sollte.

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