Die Dosis macht`s: Ein gesundes Weinvergnügen
Vitamine, Wasser, Mineralstoffe, Antioxydantien und Spurenelemente: Aus den Medien weiß selbst der medizinisch Uninteressierte, dass diese Stoffe einen äußerst positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Wer regelmäßig zu seinem Gläschen Wein greift, der führt sich gleichzeitig auch diese lebenswichtigen Substanzen zu. Als Getränk ist natürlich Wasser eines der Hauptbestandteile des erlesenen Rebensaftes. Die günstige Wirkung des Wassers auf den menschlichen Organismus muss nicht weiter erläutert werden, bestehen wir doch selbst großteils aus diesem Stoff. Angereichert mit den Vitaminen B6 und C sorgt der Wein für ein stabiles zentrales Nervensystem und macht sich an die Beseitigung der bösen freien Radikale. Diese gefürchteten und gefährlichen Substanzen können zur Ausbildung bösartiger Tumore führen oder bewirken eine vorzeitige Zellalterung. Ein wohldosierter Schluck Wein kann eine Vorbeugung vor solchen Beeinträchtigungen wertvoll unterstützen. Aber der Wein – und vor allem der Rotwein – hat aber noch vieles mehr zu bieten. Die so genannten Polyphenole helfen nicht nur der Weinbeere sich gegen Schädlingsbefall oder äußere Verletzungen zu schützen, sondern ermöglichen dem menschlichen Körper ebenfalls eine Bindung der freien Radikale. Außerdem sind die Polyphenole dazu in der Lage, einen zu hohen Cholesterinspiegel zu senken. Ganz nach dem Motto „Mit gutem Wein gegen die bösen Blutfette“ hat sich der edle Rebensaft in dieser Hinsicht seit Generationen bewährt. Der Alkohol an sich ist häufig verschrien, wenn es um die Gesundheit geht. Aber auch dieser Ingredienz des erquicklichen Weingenusses ist nicht ohne günstige Folgen: Er sorgt zum Beispiel dafür, dass die Polyphenole konserviert werden und damit vom Menschen besser aufgenommen werden können.
Gemäßigter, aber regelmäßiger Weinkonsum ist außerdem gut für Herz, Kreislauf und Blutgerinnung: Es konnte sogar wissenschaftlich bewiesen werden, dass das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, mit dem Genuss eines roten Traubensaftes sinkt. Dank seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eignet sich der Weingenuss auch perfekt als vorbeugende Maßnahme bei einem Thromboserisiko. Auch die Gefahr, schmerzhafte Nierensteine auszubilden, kann mit einem Tröpfchen wohlschmeckenden Weines minimiert werden. Als Wunderwaffe gegen Osteoporose regt vor allem der rote Wein die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen an. Und die stimulierende Wirkung eines in romantischem Ambiente mit dem oder der Liebsten verkosteten Weins hat vermutlich jeder Weinliebhaber bereits am eigenen Leib erfahren. Aber auch die Schild- und Bauchspeicheldrüse profitiert vom erlesenen Trinkvergnügen in rot, weiß oder rosé.
Wein-Genuß nicht übertreiben
Die Herausforderung eines jeden Genusses bedeutet aber die wohldosierte Leidenschaft. So leider auch beim Wein: Wer täglich über einen halben Liter an der berauschenden Köstlichkeit zu sich nimmt, der verkehrt die gesundheitlichen Vorzüge des Rebensaftes ins glatte Gegenteil. Leberschäden oder eine ausgewachsene Alkoholsucht sind nur zwei der negativen Folgen, wenn zu oft auf die eigene Gesundheit getrunken wird. Kinder und Schwangere bzw. Stillende sollten sowieso die Finger von einem gekelterten Gläschen lassen, denn auch für den Weingenuss bedarf es einer gewissen Reife, von der Kinder und Babys noch nicht profitieren. Experten raten Männern zu höchstens 0,4 und Frauen zu 0,2 Litern Wein pro Tag. Diese Menge garantiert einen bestmöglichen Nutzen für den Menschen.
Aber nicht erst die moderne Medizin hat sich den positiven Effekten des weinseligen Trinkvergnügens angenommen. Schon die antiken Griechen und ihre Kollegen im Römischen Reich wussten um die positiven Eigenschaften des gemäßigten Weintrinkens. Damals wurde dem erlesenen Traubensaft beispielsweise eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Sogar als Schlafmittel kam der Wein bei den frühen Hochkulturen zum Einsatz. Auch bei Magen-Darm-Problemen wurde auf die heilenden Kräfte des Rebensaftes gesetzt, galt er doch als verdauungsanregend und harntreibend. Für Hautprobleme kamen damals äußere Anwendungen in Frage, so wurde Wein bei solchen Beschwerden bevorzugt als Badezusatz verwendet.
Das antike Wissen um die gesundheitliche Wirkung des Weines konnte inzwischen wissenschaftlich bestätigt werden. Die heutige Medizin sieht im Wein ein perfektes Mittel, um präventiv lästigen Beschwerden oder gefährlichen Krankheiten vorzubeugen. Aber beim Wein gilt dasselbe wie für jedes andere wirkungsvolle Medikament: Die Dosis macht den Nutzen.
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