Wolfgang Amadeus Mozart: Genie und Weinsinn
Österreich ohne Wolfgang Amadeus Mozart ist nicht denkbar. Die Werke Mozarts, die auch nach fast drei Jahrhunderten nichts an ihrer Qualität eingebüsst haben, sind einer der Grundpfeiler des kollektiven österreichischen Selbstbewusstseins. Mozart hat sein – leider viel zu kurzes Leben – mit allen Sinnen genossen und dank seiner Kompositionen können wir uns noch heute an seinen eingängigen, aber niemals gefälligen Kompositionen berauschen. Das Wolferl, wie Mozart von seinen Bewunderern in nah und fern liebe- und ehrfurchtsvoll genannt wird, erblickte im Januar 1756 in Salzburg das Licht der Welt. Bereits im frühen Kindesalter hat er mit seiner Musikalität sogar kaiserliche und königliche Häupter bezirzt. Als der herausragende Vertreter der Wiener Klassik hat das Wunderkind aber nicht nur in musikalischer Hinsicht Geschmack und Klasse bewiesen.
Welche Weine hat Mozart genossen??
Bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1991 hat Wolfgang Amadeus immer einen guten Tropfen zu schätzen gewusst. Seine Briefe an seine Familie bezeugen seine weinlastige Leidenschaft. An seine Frau hat er beispielsweise folgende sorgenvollen Zeilen gerichtet: „(…) aus (dem) lateinischen briefe merke ich dass ihr keinen wein trinkt – das ist mir nicht recht (…)“. Sein Vater Leopold hat ebenfalls den Wein zum Inhalt eines Schreibens an seinen genialen Abkömmling gemacht. So lässt der den gut gemeinten Rat „(…) Nur bitte ich die mein lieber Wolfgang keinen Exceß zu machen. Die starken Weine, und vieles Weintrincken ist die schädlich (…).“ Seinem Wolferl zukommen. Vielleicht waren die väterlichen Sorgen berechtigt, denn Mozart war berühmt für sein ausschweifendes Leben und dazu gehört eben auch das eine oder andere Gläschen Wein. Andererseits wusste das Musikgenie vermutlich ganz genau, dass er bei seinem Weinkonsum auf erlesenste Qualität achten muss, damit der ein oder andere Schluck nicht am nächsten Morgen bitter bereut werden muss. Wäre Mozart seinem liquiden Weinvergnügen nicht in einem vernünftigen Maße nachgegangen, hätte die Nachwelt aller Wahrscheinlichkeit nach auf einige der herausragendsten Musikstücke der Menschheit verzichten müssen. Auch das unglaubliche Talent eines Wolfgang Amadeus Mozart hätte einem übermäßigen Trinken nicht standgehalten. Aber Mozart hat den Wein in perfekten Dosen zu sich genommen. Die Lieblichkeit und Spritzigkeit seiner Werke machen die besten Eigenschaften eines Weines geradezu hörbar. Mozart hat sich oft in Italien aufgehalten, dort hat er wohl nicht nur ruhmreiche Künstlerkollegen und deren einflussreiches Werk kennen gelernt, sondern auch den Genuss eines sonnengereiften Tröpfchens aus der Toskana oder aus der Gegend rund um Verona.
Mozart verleiht dem Wein auch musikalischen Ausdruck
Der Wein mit seinen raffinierten Attributen hat auch direkt einige Musikstücke aus der Hand des genialen Meisters beeinflusst: Sein allseits bekannter Don Giovanni huldigt nicht nur der Weiblichkeit und dem Wein, indem er „ Viva le femmine! Viva il buon vino!“ postuliert, sondern stärkt seine Sinne bevorzugt mit einem kräftigen Schluck Marzemino, einem damals überaus beliebten österreichischen Wein, der selbst am Wiener Hof besten Ruf genoss. Freilich zählt diese Rebsorte nicht mehr zu den österreichischen Weinspezialitäten, denn seine Anbaugebiete wie Südtirol, Trentino oder Venetien gehören schon längst zu Italien. Ähnliches gilt auch für eine weitere Weinsorte, nämlich dem süßen und vollmundigen Tokajer aus Ungarn, dem Mozart sehr zugetan war. Dies verraten noch erhalten gebliebene Aufzeichnungen seines Weinhändlers: In seinen Wiener Jahren har sich Mozart eine Wohnung in dem Haus genommen, in dem auch dieser gut sortierte Geschäftsmann seine Lager aufgeschlagen hatte. Vielleicht war Mozart nicht nur einer der außergewöhnlichsten Künstler, sondern hatte auch ein Händchen fürs Praktische…
Aber auch Jahrhunderte nach seinem Tod sind Mozart und ein erlesenes Tröpfchen nicht voneinander zu trennen. Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des Salzburger Kompositionsgenie: Der Markt wurde anlässlich seines 250. Geburtstags mit einer Vielzahl mehr oder weniger sinnvoller Souvenirs geradezu überschwemmt. Aber unter diesen Andenken an den meisterhaften Musiker haben sich auch wahrhafte Schätze versteckt. Das Rot-Wein-Gut Stegschandl aus dem burgenländischen Pöttelsdorf hat mit den beiden Spitzenweinen „Mozart Hommage Blaufränkisch“ sowie „Mozart Hommage Burgenland Cuvée“ eine Portion gehobene Exklusivität in das Gedenkjahr gebracht. Weinhauer Thomas Schandl bringt es auf den Punkt: „Das beste aus unserem Hause widmen wir dem Genie. Ohne Schnörkeln und Kitsch. Unsere Weine sind von höchster Qualität und nicht billig.“ Ein echter Mozart eben!
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