Weingut Meinklang: Biodynamische Freiheit, gebietstypische Feinheit
Das Burgenland ist eine der Schatzkammern Österreichs. Vor allem rund um den Neusiedlersee bieten die Böden und das Klima die besten Voraussetzungen für alle möglichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Familie Michlits hat die natürlichen Vorzüge dieser einmaligen Landschaft früh erkannt. Auch der Ehrgeiz, sämtliche ihrer Produkte ökologisch anzubauen, ist bei den Landwirten bereits vor über zwanzig Jahren entbrannt. Der Mischbetrieb stellt nach strengen biodynamischen Richtlinien Obst und Fleisch her, das dank des umsichtigen Eingreifens des Menschen von vorzüglicher Qualität ist. Anneliese und Werner senior haben ihre Begeisterung für die Bio-Landwirtschaft an ihre Kinder weitergegeben. Gemeinsam mit ihren Söhnen bewirtschaften die Bio-Pioniere nach wie vor ihren Hof. Neben der Landwirtschaft gehört auch ein Weingarten zum nachhaltigen Imperium der Michlits. Die Verantwortung dafür hat Sohn Werner junior gemeinsam mit seiner Frau übernommen. Schon in frühen Jahren galt seine Leidenschaft den Weinbeeren und dem Rebensaft. So war es nur konsequent, dass Werner Michlits junior ein Studium der Önologie absolvierte. Mit diesem theoretischen Rüstzeug hat sich der passionierte Winzer aufgemacht, um auch das familieneigene Weingut biologisch auf Vordermann zu bringen. Streng kontrolliert nach Demeter-Richtlinien erzeugt der Burgenländer hochwertige Weine, die den typischen Geschmack des burgenländischen Seewinkels einfangen. In Pamhagen beheimatet, profitiert das Weingut Meinklang von den vielen Sonnenstunden und der hohen Luftfeuchtigkeit, die in Zusammenspiel mit dem Steppenboden der ungarischen Tiefebene einen ganz besonders aromatischen Weingenuss in all seinen Facetten hervorbringt. Das Motto des Winzerpaares lautet „schonender Umgang und höchste Genauigkeit“, denn nur damit lässt sich bei jeder Weinsorte der eigenständige Charakter erzielen, der auf natürlicher Echtheit beruht. Im burgenländischen Idyll Seewinkel gedeihen vor allem die Rotweinsorten in ausgezeichneter Qualität. Typische Vertreter sind der Blaufränkische und der Zweigelt, aber auch der St. Laurent sowie der Blauburgunder fühlen sich im Weingut Meinklang seit Jahren heimisch. Der besondere Stolz der Weinfamilie Michlits ist aber ein Cabernet Sauvignon, der aus dem Ertrag eines über dreißig Jahre alten Weinstocks gekeltert wird. Dieser Wein offenbart die wilde Freiheit der pannonischen Tiefebene und lässt den Genießer an der regionalen Intensität dieses Landstrichs kosten.
Schlaraffenland für Flora und Fauna und Wein
An den Weinen der Michlits haben nicht nur anspruchsvolle Genussmenschen ihre bewusste Freude. Wer den Weingarten Meinklang zum ersten Mal sieht, der wird ob der Vielfalt der dort heimischen Lebewesen überrascht sein. Nicht nur Weinstöcke profitieren von der biodynamischen Bewirtschaftung von Werner junior und seiner Angela. Wildgräser und wild wachsende Kräuter ranken sich im Weingarten und bieten Lebensraum für Insekten und Tiere, die dort ihren wichtigen Aufgaben nachgehen. Auf natürliche Art und Weise wird mit pflanzlicher und tierischer Unterstützung der Boden gelockert, was den Reben zugute kommt. Aber so leicht wird des den Weinstöcken bei den Michlits´ auch wieder nicht gemacht: Die Artenvielfalt in den Weingärten bedeutet auch eine Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser. Das bedeutet, die Reben müssen sich anstrengen, um mit dem Besten, was die Natur zu bieten hat, verwöhnt zu werden. Ein bisschen Stress schadet auch dem Wein nicht, er verfügt in der Folge vielmehr über satte Aromen und ein Mehr an Phenolen. Auch beim Dünger setzt das Weingut Michlits voll und ganz auf natürliche Unterstützung und verwendet dazu ökologisch hochverträglichen Kompost. Der Boden der Weingärten lebt, und damit produzieren die Weinbauern auch einen lebendigen Wein von ehrlichem und gehaltvollen Charakter. Neben den Rotweinsorten erzeugen Werner junior und Angela auch gebietstypische Weißweine. Die vollmundige Fruchtigkeit des Weißburgunders und Welschriesling aus dem Hause Meingut genießen bei Weinliebhabern einen herausragenden Ruf. Aber als ganz besondere Köstlichkeit gilt der ursprüngliche Grauburgunder, der mit seinem Namen „Graupert“ bereits seine erlesene Wildheit andeutet. Sich selbst überlassen, werden die Reben nicht beschnitten und entwickeln in ausgelassener Freiheit kleine Weinbeeren von herausragendem Aroma. Kulinarische Köstlichkeiten wie das geschmacklich aufregende Fleisch der hofeigenen Angusrinder runden den Weingenuss der Kellerschätze vom Weingut Meinklang perfekt ab. Egal, ob die exzellenten Rotweine oder genussreichen Weißweine alleine oder in Kombination mit einem liebevoll zubereiteten Mahl verköstigt werden: Der zertifizierte Ökobetrieb verspricht in allen Fällen einen Gaumenkitzel auf höchstem Niveau. Ausgezeichnet mit einer Vielzahl an Prämierungen hat auch die weinkundige Fachwelt in In- und Ausland den Bemühungen der innovativen Winzer vom Weingut Meinklang schon häufig Tribut gezollt. Das Biofach Nürnberg konnte die Weinbauerfamilie Michlits über einige Jahre hinweg überzeugen und hat Medaillen und Empfehlungen für seine verschiedenen Weine geradezu gesammelt. Der qualitativ erstklassigen Regionalität des Meingut-Weines Graupert entspricht unter anderem die mit Gold veredelte burgenländische Landesweinprämierung.
Rezepttipp für den Grauburgunder:
Kasnudeln an Nussbutterschaum
Zutaten:
100 g Mehl
3-4 EL Milch
1 Ei
Salz
250 g mehlige Kartoffeln
100 g Topfen
1 EL gehackte, getrocknete Tomaten
1 gehackte Schalotte
Butter
1 EL Lauch, Schnittlauch, Kerbel, braune Minze
Salz
Pfeffer
Muskat
1 EL gehackte, geröstete Kürbiskerne
Nussbutterschaum:
125 ml Sahne
125 ml Suppe
20 g kalte Butter
Salz
Pfeffer
Muskat
Zubereitung:
Mehl, Milch, Ei und Salz zu einem festen Teig verarbeiten und eine halbe Stunde beiseite stellen. Anschließend messerdick auswalken und in Quadrate schneiden.
Kartoffeln kochen, schälen und pressen. Schalotte in Butter goldbraun braten, Lauch in Butter dünsten. Anschließend Topfen, Tomaten, Schalotte, Lauch und Kräuter mit Salz, Pfeffer und Muskat sowie die Kürbiskerne mit den Kartoffeln zu einer Masse verarbeiten.
Teigquadrate mit Kartoffelmasse befüllen und den Teig taschenartig über die Fülle schlagen. Dabei einen Rand von einem Zentimeter frei lassen und diesen zusammendrücken. Für etwa zehn Minuten in heißem Salzwasser ziehen lassen.
Sahne mit der Suppe auf dem Herd um fünfzig Prozent reduzieren lassen, mit kalter Butter montieren. Etwas braune Butter mit Stabmixer zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und anschließend mit den Kasnudeln servieren.
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